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Franchising: Viele Flops beruhen auf Fehlern in der Zentrale

Financial Times Deutschland: ftd.de, So, 22.6.2003, 7:00
Ohne gutes Management beim Franchise-Geber und penibel ausgesuchte Lizenznehmer führt die beste Geschäftsidee nicht zum Erfolg. Play it again ist nur ein Beispiel dafür. Es hätte alles so schön sein können. Ein neues Konzept versprach Erfolg in einer Nische: "Werden Sie Unternehmer - mit Play it again Sports", so hieß es verheißungsvoll in der Werbung. Die Geschäftsidee: Handel mit gebrauchten Sportartikeln. So etwas hatte es vorher nicht gegeben, und Tests am Markt versprachen ein lukratives Geschäft etwa mit Second-Hand-Skischuhen, Fußbällen, Tennisschlägern und Kajaks.

Aber die Sache wurde ein Flop. Die ersten Franchise-Nehmer waren nicht mit der nötigen Sorgfalt ausgewählt. Die Franchise-Zentrale in Offenbach expandierte zu schnell und machte strategische Fehler. Plötzlich ging dann kaum noch etwas: "Die Inhaber von Play it again Sports sackten noch das Geld von den Einsteigern ein - und machten sich genannt werden will. Die Konsequenz damals, in den 90er Jahren: Einige Gründer hatten viele Tausend Mark verloren und ein hoffnungsvoll begonnenes Franchise-Netz stand vor dem Aus. Nicht jeder ist wie McDonald’s. Das ist nicht der einzige Flop in der Franchise-Wirtschaft. Zwar behauptet fast jedes neue gegründete Unternehmen in diesem Geschäft: "Wir werden der nächste McDonald’s und machen unsere Partner reich." Aber bis dahin schaffen es viele nicht.

Die Werbeagentur White Lion etwa kam über eine Hand voll Franchise-Nehmer nie hinaus - ganz anders als ihre Initiatoren es in den ehrgeizigen Plänen bei der Gründung des Niedrigpreis-Konzepts dargestellt hatten: "Wir bauen 480 kleine Werbeagenturen auf", wurde den interessierten Einsteigern, die Unternehmer werden wollten, aus der Zentrale in Krefeld verkündet. Aber White Lion erreichte nicht einmal zehn Franchisenehmer und ist längst vom Markt verschwunden. Die Zentrale ist gefordert So sicher ist der Weg zum Geld per Franchising also nicht. Das Unternehmen per Lizenz ist keineswegs das Auffangnetz, das jede Pleite verhindert. Im Gegenteil - auch Franchise-Zentralen sind das Zuhause von dicken unternehmerischen Fehlern. Typischer Quell für immer neue Probleme: Die Zentrale tut zu wenig für ihre Franchise-Nehmer. Sie kümmert sich nicht darum, ein narrensicheres und getestetes Geschäftssystem aufzubauen, das die Franchise-Nehmer zum versprochenen Erfolg führt. "Viele Lizenzgeber haben nie verstanden, dass Franchising ein eigenes Geschäftsmodell ist", kritisiert etwa Hans Lang, Beirat des Deutschen Franchise-Instituts (DFI), München. Statt etwa ein Verfahren zu schaffen, mit dem man während eines Jahres fünf neue Läden pro Woche eröffnen kann, steht mancher Franchise-Geber immer noch im eigenen Laden und bedient dort seine Kunden. Schlechte Partner schaden allen Zudem hapert es oft auch an der Auswahl der Franchise-Nehmer. Es ist nämlich keineswegs so, dass ein Franchise-Konzept für jeden Einsteiger gleichermaßen geeignet ist. "Es kommt darauf an, für das System möglichst gut qualifizierte Einsteiger zu gewinnen", erklärt Felix Peckert, Unternehmensberater für die Franchise-Branche in Bonn.

Dies aber wird oft nicht geleistet: Mehrere 10.000 Euro Einstiegsgebühr pro verkaufter Lizenz machen manchen Franchise-Geber geldsüchtig. Statt genau jene Neu-Unternehmer zu suchen, die langfristig Erfolg im System haben, wird jeder aufgenommen, der zahlt. "Schlechte Partner schaden dem gesamten Franchise-Unternehmen", sagt Peckert. Überdies kann eine unsauber geführte Franchise-Zentrale das ganze Unternehmen in Not bringen. Die Gründer von Aneva, einem Unternehmensmakler, waren in juristische Auseinandersetzungen verwickelt, was sie ihren Franchise-Nehmern verschwiegen. Irgendwann flog die Sache doch auf. Probleme häuften sich, das System Aneva implodierte und verschwand vom Markt.

Ein ähnliches Schicksal ereilte Optima Dachbegrünung. Das System, das mit Handwerkern zusammenarbeitet, war über ein Jahrzehnt lang erfolgreich im Markt. Bis der Inhaber sich verzettelte: "Es musste auf Biegen und Brechen ein zusätzlicher Ableger des Geschäfts geschaffen werden", erzählt Lang. Zwei Franchise-Systeme nebeneinander zu managen, dafür reichte die Energie des Inhabers aber nicht. Die Folge für beide Systeme war ihr rasches Ende. Ein weiterer Flop: Wer auf der Homepage von Expense Reduction Analysts (ERA) durchklickt, stößt nur auf tote Links. Das Unternehmen, eine auf Kostensenkung spezialisierte Beratung, ist in Deutschland vom Markt verschwunden, nach einigen Erfolgen: Mitte der 90er Jahre waren 100 Lizenznehmer im Partnernetz. ERA mit Hauptsitz in München schickte sich an, in die Liga der größten Unternehmensberatungen aufzusteigen. Geblieben ist nichts davon, weil die Zentrale es versäumt hatte, das rasche Wachstum professionell zu managen. Unzufriedene Lizenznehmer fingen Streit mit der Zentrale an, viele verließen das System, am Schluss verschwand die über einige Jahre erfolgreiche Marke ERA wieder vom Markt.

Manchen Franchise-Nehmer hat es kalt erwischt, als sein System floppte: Nicht nur Zeit und Energie, die in den Aufbau der eigenen Franchise-Filiale gesteckte wurden, sind dann verloren. Überdies versickerten fünf- bis sechsstellige Summen an Franchisegebühren im System, ohne ausreichende Gegenleistung der Zentrale. "Viele Franchise-Systeme werden gemanagt wie Hosentaschenfirmen", kritisiert Hans Lang, der die Szene wie kaum ein anderer kennt: Er war mehr als 16 Jahre zunächst Geschäftsführer des Deutschen Franchise-Verbandes (DFV) und des DFI. Seine Schlussfolgerung: Moderne Führungsinstrumente sind in der Franchisebranche häufig nicht bekannt. Systemzentralen seien oft sehr schlecht organisiert und würden es nicht hinbekommen, für ein paar Dutzend Franchise-Nehmer, die alle dieselben Bedürfnisse haben, ein ordentliches Prozessmanagement zu schaffen.

In der derzeitigen Rezession kann das dramatische Auswirkungen haben, sagt Lang: "Die Krise legt die Schwächen eines schlecht geführten Systems gnadenlos offen." Weitere Flops sind wahrscheinlich.






Umschulungskosten jetzt voll absetzbar - Bundesfinanzhof vollzieht Wandel in seiner Rechtsprechung

HANDELSBLATT, Mittwoch, 08. Januar 2003, 13:35 Uhr
Aktenzeichen: BFH:VI R 137 / 01; VI R 120 / 01
Gute Nachrichten für lernwillige Steuerbürger: Der Bundesfinanzhof erkennt nun auch bestimmte Ausbildungsentgelte als Werbungskosten an. Die Folge: Anders als bisher können die Zahlungen jetzt voll von der Steuer abgesetzt werden. Damit vollzieht das Gericht den tiefgreifenden Wandel am Arbeitsmarkt auch rechtlich nach.

mkm MÜNCHEN. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in zwei jetzt veröffentlichten Urteilen seine bisherige Rechtsprechung zu berufsbedingten Bildungsaufwendungen geändert. Nach seiner bisherigen Rechtsprechung sah der BFH die Aufwendungen für ein berufsbegleitendes erstmaliges Hochschulstudium stets als Kosten der Lebensführung an, und ließ sie nur in begrenzter Höhe als Sonderausgaben zum Abzug zu. Das gleiche galt für Umschulungsmaßnahmen, die mit einem Berufswechsel verbunden waren. Nunmehr hat sich der BFH der von den zahlreichen Kritikern der bisherigen Rechtsprechung vertretenen Auffassung angeschlossen mit der Folge, dass die Aufwendungen für derartige Qualifizierungsmaßnahmen als Werbungskosten in voller Höhe von der Steuer abgesetzt werden können.

In dem einen der den beiden Entscheidungen zugrunde liegenden Fälle war die Klägerin, eine gelernte Rechtsanwaltsgehilfin, die zusätzlich den Abschluss „Staatlich geprüfte Betriebswirtin“ erworben hatte, bei einer Bank als Personalreferentin tätig. Diese Stelle konnte sie nur beibehalten, wenn sie einen akademischen Studienabschluss vorwies. Deshalb absolvierte die Klägerin ein berufsbegleitendes Fernstudium der Betriebswirtschaft mit der Fachrichtung Personalwesen. In dem anderen Fall nahm eine gelernte Industriekauffrau nach Zeiten der Arbeitslosigkeit im Alter von 44 Jahren auf eigene Kosten an einem Lehrgang für die Fahrlehrerausbildung teil. Direkt nach Bestehen der Prüfung war sie zunächst als angestellte Fahrlehrerin beschäftigt. Mittlerweile unterhält sie eine eigene Fahrschule. Beide Klägerinnen machten ihre Bildungsaufwendungen beim Finanzamt ohne Erfolg als Werbungskosten geltend. Das Finanzgericht gab den Klagen statt, der BFH als Revisionsgericht bestätigte diese Entscheidungen.

Die nunmehr aufgegebene Rechtsprechung, derzufolge Aufwendungen für ein erstmaligen Hochschulstudium nicht als Werbungskosten absetzbar waren, ging zurück auf die vom Reichsfinanzhof im Jahre 1937 aufgestellte These, dass „die Erlangung der für den Lebenskampf notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten“ der privaten Lebensführung zuzurechnen sei. Der BFH gelangte zum demselben Ergebnis mit der Erwägung, ein Hochschulstudium schaffe regelmäßig die Grundlage für eine neue oder andere Lebensgestaltung als die bisherige. Das akademische Studium müsse einheitlich behandelt werden, da andernfalls der Grundsatz der Gleichmäßigkeit der Besteuerung gefährdet werde.

Der BFH befürchtete demnach, der bereits berufstätige Studierende könne gegenüber dem unmittelbar von der Schule kommenden Studenten steuerlich bevorzugt werden. Anders als die Aufwendungen für ein Erststudiums, die der BFH den Ausbildungskosten zurechnete, zählte er die Kosten für ein Zweitstudium zu den in voller Höhe absetzbare Fortbildungskosten. Das sollte jedenfalls dann gelten, wenn das Zweitstudium der Ergänzung und Vertiefung der im erfolgreichen Erststudium erworbenen Kenntnisse diente und keinen Wechsel in eine andere Berufsart eröffnete. In Übereinstimmung mit der letztgenannten Einschränkung sah der BFH ganz allgemein Aufwendungen für den Erwerb von Kenntnissen, die den Wechsel in einen anderen Beruf ermöglichen sollten (Umschulungskosten), als lediglich beschränkt abziehbare Ausbildungskosten an.

Mit der Abkehr von der bisherigen Rechtsprechung will der BFH erklärtermaßen den tiefgreifenden Veränderungen im Berufsleben, Bildungswesen und auf dem Arbeitsmarkt Rechnung tragen. Heutzutage könne ein Arbeitnehmer – so der BFH – nicht mehr davon ausgehen, nur eine Berufsausbildung absolvieren zu müssen. Vielmehr erfordere es die Arbeitssituation immer häufiger, umzulernen und die Kenntnisse für eine völlig anders geartete Berufstätigkeit zu erwerben. Daher müssten auch Aufwendungen für ein berufsbedingtes Erststudium und für eine Umschulungsmaßnahme bei hinreichender beruflicher Veranlassung als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit abziehbar sein. Ob die Bildungsmaßnahme eine Basis für andere Berufsfelder schaffe oder einen Berufswechsel vorbereite, sei unerheblich. Diese aus beruflichen Gründen entstandenen Aufwendungen hätten keinen Bezug zur privaten Lebensführung.

Noch ungeklärt ist, wie sich die Rechtsprechung zu den Kosten des Erststudiums eines bisher nicht berufstätigen Abiturienten entwickeln wird. Denkbar ist, insoweit – ähnlich wie bei der Umschulung – von vorweggenommenen Werbungskosten auszugehen. Offen bleibt auch die Behandlung von Promotionskosten, die bisher nur dann als Werbungskosten absetzbar sind, wenn die Verpflichtung zur Promotion alleiniger oder ganz wesentlicher Inhalt des Arbeitsverhältnisses ist.






Studie - Woran Unternehmen scheitern

Von Hans Eschbach, Handelsblatt, Dienstag, 07. Januar 2003, 07:39 Uhr
Die Zahl der Firmenpleiten steigt unaufhaltsam. Die Ursachen liegen sicherlich auch im Auftreten internationaler Wettbewerber und der kränkelnden Konjunktur. Viele Probleme sind aber auch hausgemacht. Scheitern Unternehmen, so liegt es häufig daran, dass sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Dies ist einer der Schlüsse, die sich aus der Analyse von dreizehn Fallstudien ziehen lassen. […]

Hat sich ein Unternehmen entschlossen, Maßnahmen zur Abwendung einer Krise einzuleiten, kommt es häufig zu Verzögerungen, weil die Zahlen fehlen: „Bei der Hälfte der Unternehmen gab es weder eine ausreichende Liquiditätsplanung noch kennzahlenbasierte Frühwarnsysteme. Nur jedes dritte Unternehmen konnte kurzfristig die dringend notwendigen Zahlen in ausreichender Qualität liefern.

„Gerade in Familienbetrieben wird der Zustand des Unternehmens bis zum Letzten zu optimistisch eingeschätzt oder schöngeredet“, ist eine Erfahrung, die die Berater immer wieder machen. Ein Grund hierfür ist sicherlich, dass es sich bei den untersuchten Firmen um gefallene Sterne handelt: Schnelle Expansion und unkontrollierte Unternehmenszukäufe, die dann nicht richtig integriert werden, erwiesen sich nach guten Jahren in der Rezession als existenzgefährdend. „Hiervon sind insbesondere Unternehmen betroffen, die es gewohnt waren, aus einer Position der Stärke heraus zu agieren[...]

Diese Haltung ändert sich bei vielen auch in der Krise nicht: Wurden nach einer mehrwöchigen Analyse Maßnahmen vorgeschlagen, „fehlte in jedem zweiten Unternhmen zunächst die Bereitschaft, den Einschnitten zuzustimmen“. Dabei […] ließ sich kein Zusammenhang zum Ausmaß der Krise oder zur Tiefe der Einschnitte feststellen. Mit anderen Worten: Blockiert wird zunächst oft aus Prinzip. Fallen dann endlich Entscheidungen, sind es zuweilen die Falschen: „Zu großes Harmoniestreben verleitet dazu, um Personen herum zu organisieren und zu entscheiden.“ Oder es kommt zu blindem Aktionismus, um schnelle und sichtbare Erfolge zu erzielen. Die aber halten nicht lange vor, weil in der Kürze der Zeit weder die Mitarbeiter beteiligt noch die Erfahrungen aus anderen Unternehmen genutzt werden können.

Wie schlittern gute Unternehmen in die Krise? Neben dem Fehlen von Warnmechanismen bestehen zu hohe fixe Kosten sowie unnötige Infrastruktur bei gleichzeitig zu geringer Produktivität ausgemacht: „Das sind in zwei Dritteln der Fälle die Hauptprobleme.“ Noch häufiger wurde zu viel Geld in nicht erforderlichen Beständen und zu langen Durchlaufzeiten gebunden. Ein Beispiel ist die automatisierte Disposition: Wird bei Umsatzrückgängen oder einer Änderung des Sortiments nicht nachgepflegt, kann die Logistik schnell mehrere Millionen Euro zu viel binden.

Ein weiterer, verbreiteter Fehler sind überwiegend umsatzorientierte Vergütungssysteme im Vertrieb: Sie führen dazu, dass der Außendienst auch zu ungünstigen Konditionen verkauft, um auf seine Zahlen zu kommen. Dann nimmt, insbesondere bei Auftragsfertigern, auch die Zahl der Sonderausführungen nach Kundenwünschen zu: „Wir machen alles zu jedem Preis.“ Der Ausgang ist bekannt.






Learned in the USA - Die Amerikaner erfanden den Master of Business Administration (MBA) – Handelsblatt.com stellt die besten Programme vor.

Von Christoph Mohr - Handelsblatt, Dienstag, 17. Dezember 2002, 07:20 Uhr
Der Master of Business Administration (MBA) wurde in den USA erfunden, und – glaubt man den international gültigen Ranglisten – es finden sich nach wie vor die meisten der besten Business Schools auf der anderen Seite des Atlantiks. Wir stellen hier die besten vor:



Anderson School at UCLA:
Die University of California at Los Angeles, allgemein unter ihrem Akronym UCLA bekannt, gehört zu den bekanntesten Universitäten der USA. Ihre Business School, die Anderson School at UCLA, ging aus dem 1935 gegründeten College of Commerce hervor. Bereits 1939 wurde hier ein MBA-Programm angeboten. Heute rühmt sich die Anderson School, die technologisch bestausgestattete Business School der USA zu sein.

Columbia Business School:
Die Columbia Business School in New York (Manhattan) steht nicht nur geographisch dem wichtigsten Finanz- und Wirtschaftszentrum der Welt nahe: Viele ihrer Gastdozenten kommen von Wall-Street-Firmen oder Top-US-Unternehmen, die auch ihre Türen für Praktika öffnen und zahlreiche Absolventen einstellen.

Fuqua School of Business (Duke):
Studenten und mögliche US-Arbeitgeber zählen die Fuqua School of Business der Duke University in Durham (North Carolina) zu den zehn besten Business Schools in den USA, obwohl die 1970 gegründete Schule die jüngste der Top-Liga ist. Die Räumlichkeiten sind vorbildlich. Neben dem regulären Vollzeit-MBA bietet Fuqua auch andere Programme an. Ihr MBA-Cross Continent ist in Frankfurt/Main angesiedelt.

The University of Chicago Graduate School of Business:
Die Graduate School of Business der Universität Chicago, 1868 gegründet, ist die zweitälteste der USA. Bereits 1943 wurde hier das erste MBA-Programm angeboten. Die GSB hat nicht nur zahlreiche amerikanische Top-Manager hervorgebracht. Keine Business School der Welt verzeichnet so viele Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften unter ihren Dozenten, was auch erklärt, warum die GSB besonders stark in Management-Theorie ist.

Haas School of Business (UC Berkeley):
Berkeley, genauer: die University of California at Berkeley, ist eine der renommiertesten Universitäten der USA. Ihre Business School, die Haas School of Business, bietet ein kleines, aber feines MBA-Programm (250 Studenten) an, das zu den führenden an der US-Westküste gehört.

Harvard Business School (HBS):
Die HBS ist der Inbegriff der Business School. Ihre Absolventen besetzen seit Jahrzehnten Top-Managementpositionen in den USA, die hier entwickelte Case-Study(Fallstudien)-Methode hat die Management-Ausbildung weltweit geprägt. Den Ruf als beste Business School der Welt hat die Harvard Business School allerdings in den letzten Jahren verloren. Legendär auch die Arroganz der HBS.

Johnson Graduate School of Management (Cornell University):
Die Johnson Graduate School of Management der Cornell University in Ithaca (Bundesstaat New York) ist eine der kleineren US-Business Schools. Trotz (oder gerade wegen) ihrer etwas isolierten Lage hat sie starke internationale Verbindungen aufgebaut.

Kellogg Graduate School of Management (Northwestern University):
Die J L Kellogg Graduate School of Management, Teil der Northwestern University, war nicht mehr als eine obskure Business School irgendwo im Mittleren Westen, als Donald P. Jacobs 1975 zum Dean (Dekan) ernannt wurde. Heute steht Kellogg Modell für viele Business Schools in den USA: Statt Wettbewerb und Selektion zählt hier Teamwork.

McCombs School of Business:
Die der University of Texas at Austin angegliederte McCombs School of Business ist die einzige Südstaatenhochschule unter den 20 führenden Business Schools. Ihr Plus: gute Kontakte zum Big Business in Texas (Namensgeber Red McCombs spendete ihr 50 Millionen US-$) sowie zum High- Tech-Zentrum Austin. Das MBA-Programm gehört zu den preisgünstigsten in den USA.

Sloan School of Management (MIT):
Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist die wohl berühmteste High-Tech-Hochschule der Welt. Weniger bekannt ist, dass das MIT bereits 1914 Business-Trainings für Ingenieure anbot und schon 1925 einen Master-Studiengang in Management eingeführt hat. Daraus ist die Sloan School of Management hervorgegangen, die heute mit der benachbarten Harvard Business School konkurriert und durch innovative Ansätze auf sich aufmerksam gemacht hat.

Stanford Graduate School of Business:
Die Stanford Graduate School of Business darf für sich beanspruchen, zugleich eine der baulich schönsten und besten Business Schools der Welt zu sein. Ihre Nähe zum High-Tech-Zentrum Silicon Valley hat sie genutzt, um zur Brutstätte für Unternehmensgründer zu werden.

Stern School of Business (New York University):
Ähnlich wie die Columbia Business School profitiert auch die Leonard Stern School of Business der New York University von der geographischen Nähe zum Finanz-Nabel der Welt. „Finance“ ist damit auch eine der Stärken der Schule. Im Vergleich zu den wichtigsten Business Schools in Europa und den USA weist sie überdies die meisten weiblichen Studenten auf.

The Tuck School of Business at Dartmouth:
Die Tuck School of Business at Dartmouth bietet das älteste Business-Education-Programm der USA an. Die vergleichsweise geringe Zahl von MBA-Studenten und die Abgelegenheit des Campus (Hannover ist eine kleine Universitätsstadt in New Hampshire, zwei Autostunden von Boston entfernt) erlauben einen engen Kontakt zu Professoren und Dozenten.

Wharton:
Die Wharton School der University of Pennsylvania in Philadelphia darf für sich beanspruchen, eine der besten, wenn nicht die beste Business School der USA zu sein. Ihre stark internationale Ausrichtung hebt sie von vielen US-Schulen ab. Wharton ist eine große Business School, sowohl was die Zahl ihrer Studenten als auch die der Professoren anbelangt. Deshalb auch ein großes Angebot unterschiedlichster Kurse.